Uveitis

Uveitis ist der Oberbegriff für verschiedene Entzündungen innerhalb des Auges, die ihren Beginn in der mittleren Schicht der Augenwand, den Strukturen der sog. „Uvea“ haben.

Die Entzündung unterscheidet man anhand der verschiedenen Augenabschnitte: Regenbogenhaut (Iris), Strahlenkörper (Ziliarkörper) sowie Aderhaut (Choroidea) in denen sie entstehen kann.

     

Daraufhin ergeben sich folgende Bezeichnungen:

  • vordere (anteriore) Uveitis - Iritis
  • mittlere (intermediäre) Uveitis - Zyklitis
  • hintere (posteriore) Uveitis - Choroiditis
  • Entzündung aller Abschnitte - Panuveitis

Ursachen:

  • Viren (Herpes zoster, Rötelnvirus)
  • Parasiten (Toxoplasmose, Toxocariasis)
  • Pilze (Histoplasmose, Candidaiasis)
  • Bakterien (Tuberkulose, Lepra, Syphilis, Borreliose, Yersinien)
  • autoimmunologische Vorgänge (Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen, nicht infektiöse Multisystemerkrankungen (Sarkoidose)

Behandlung:

  • Gabe kortisonhaltiger Augensalbe, ggf. in Kombination mit kortisonfreien Entzündungshemmern (Salbe, Tropfen) zusätzliche Anwendung pupillenerweiternder Augentropfen (Mydriatikum) möglich (z.B. bei Iritis), damit Iris und Linse nicht verkleben


zertifikat

Empfohlener Kontrollabstand von Vorsorgeuntersuchungen:


jährliche Kontrolle bis zum 12. Lebensjahr zur Früherkennung von Schwachsichtigkeit und Schielen, dann alle 2 Jahre  
1 x jährlich (Ausschluss Grüner & Grauer Star, Erkrankungen des Augenhintergrundes)  
halbjährliche Kontrolle  
Patienten mit Zucker, Hohem Blutdruck, Cortisoneinnahme, Rheumatischen Erkrankungen: halbjährlich  
Patienten mit bekanntem Grünem Star (Glaukom): vierteljährlich (Augendruck, Gesichtsfeldkontrolle)